Schülermedientage 2023: Datenschutz geht zur Schule
Am 4.5.2023 führte Achim Barth, Experte im professionellen Datenschutzmanagement, jeweils einen Workshop mit den Klassen 9a und 9b durch. Die Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ sensibilisiert Schüler und Schülerinnen bundesweit für den sicheren und bewussten Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien. Anhand anschaulicher Beispiele zeigte Achim Barth auf, welche Auswirkungen Hackerangriffe haben können, die im Fall eines betroffenen Krankenhauses dazu geführt haben, dass OP-Termine mit allen nur denkbaren Folgen für die Patienten verschoben werden mussten. Während für die Schülerinnen und Schüler im weiteren Gespräch das Social Scoring in China, bei dem unerwünschtes Verhalten Menschen den Zugang zu wichtigen Bereichen, auch zu höherer Bildung verwehrt, für Europa undenkbar erscheint, berichtet der Referent von der Stadt Bologna, die mit der Begründung, für mehr Sicherheit zu sorgen, einen City-Score einführt. Er verdeutlicht, wie viele Apps zusätzliche Handydaten ihrer Nutzer auslesen können und wie leichtfertig Menschen in den sozialen Medien mit persönlichen Daten umgehen. Achim Barth zeigte, wie die eigene Privatsphäre besser geschützt wird und welche Gefahr von Manipulation und Filterblasen im Internet ausgeht. Bei durchschnittlich 25 Passwörtern pro erwachsene Person sind diese auch ein wichtiges Thema gewesen. Während die „Knackdauer von Passwörtern“ im Jahr 2005 bei Passwörtern mit 9 Stellen mit Sonderzeichen bei mehr als 9000 Jahren lag, waren es im Jahr 2009 nur noch 23,2 Tage. Trotzdem ist 12345 heute immer noch ein beliebtes Passwort! Aktuell sollte ein Passwort 12 Stellen mit Sonderzeichen umfassen und jeder einen plattformunabhängigen Passwortmanager verwenden. Das Fazit der Workshops war: „Datenschutz schützt vor allem den Menschen.“

Sabine Grobe

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